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Materialien

Wieder Gelesen - Neu Gelesen

Thomas Seiterich-Kreuzkamp: Der radikale Pazifist im Petersdom, 
'Publik-Forum',  26. Okt. 2001,  
http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/113.html .

„Pacem in terris“, die Friedensenenzyklika von Johannes PP. XXIII. (1963),
http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/333.html .

'Gewaltfreiheit: Stil einer Politik für den Frieden', Papst Franziskus zum Weltfriedenstag 2017,
http://w2.vatican.va/content/francesco/de/messages/peace/documents/papa-francesco_20161208_messaggio-l-giornata-mondiale-pace-2017.html .

„Gerechter Friede“. Bischöfliches Wort v. 27.09.2000. 
Dieses Grundlagendokument ist die „Magna Charta“ der katholischen Friedensethik in Deutschland. Gleichsam als roter Faden ziehen sich die Fragen nach der Entstehung, den Auswirkungen und der Überwindung von Gewalt durch den Text. Breiten Raum nimmt dabei das biblische Fundament der christlichen Friedenslehre ein. Das Bischofswort beschreibt sodann die „Elemente innerstaatlicher und internationaler Friedensfähigkeit“, um in einem dritten Teil die „Aufgaben die Kirche“ zu umreißen,
http://www.dbk-shop.de/media/files_public/jmucnhpkvm/DBK_1166.pdf .

Gert Sommer & Albert Fuchs (Hrsg): Krieg und Frieden: Handbuch der Friedenspsychologie, 2004. ca. 650 Seiten,
jetzt frei verfügbar zum Herunterladen auf der Webseite: 
http://www.friedenspsychologie.de/pub/?page_id=12 .

Peter Heim:  Friedensbildung als Beitrag christlich motivierter
Friedensarbeit an Schulen am Beispiel von pax christi. In:  "Friedensforum H. 1/2013, Themenschwerpunkt: "Friedenspädagogik“,

Dave Grossmann, Gloria DeGaetano: Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht? Ein Aufruf gegen Gewalt in Fernsehen, Film u. Computerspielen, Stuttgart 2002.
Etwas in die Jahre gekommen, einseitig und immer noch absolut lesenswert. Der amerikanische Militärpsychologe D. Grossmann macht auf eine Desensibilisierung von Kindern und Jugendlichen durch Gewaltdarstellungen aufmerksam und erkennt Parallelen zwischen digitalen Simulationen bei der Ausbildung von Soldaten und "Ego-Shootern".

Hans Küng: Handbuch Weltethos. Eine Vision und ihre Umsetzung, München/Zürich 2012. Eine globale Welt braucht globale Spielregeln. Der große Theologe H. Küng kam einer universellen Ethik durch seine lebenslangen Forschungen auf die Spur und gründete schließlich die 'Stiftung Weltethos' (http://www.weltethos.org/). Ethos versteht er nicht als Sittenlehre, sondern als sittliches Bewusstsein, als eine besondere Haltung. Miteinander leben zu lernen ist als  pädagogisches Projekt zu verstehen: "Das heißt Begegnung in Wertschätzung und Respekt, mit der Bereitschaft, bei allen Unterschieden Wege zu einem gelingenden Miteinander zu suchen." (S. 120) Ein Grundlagenwerk.

Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens, Paderborn 2002. Dies ist ein Klassiker. Der Gründer des internationalen 'Center for Nonviolent Communication' geht praxisorientiert vor und veranschaulicht beispielhaft die Lösung komplexer Kommunikationsprobleme.

Barbara Langmaack: Soziale Kompetenz. Verhalten steuert den Erfolg, Weinheim/Basel 2004. Auf der Grundlage der Themenzentrierten Interaktion (TZI) gibt die Autorin praxisnah einen Einblick in sämtliche Facetten des sozialen Lernens und Handels. 

Dirk Bingener, Christoph Köster, Peter Otten (Hrsg.):  ... und jetzt noch was Frommes. Handbuch zur geistlichen Verbandsleitung, Düsseldorf 2012. Diesem Buch sieht man nicht auf den ersten Blick an, dass es ein Baustein für Friedensbildung sein kann. Hier schreiben Menschen aus der Praxis der Jugendverbandarbeit. Das ist wunderbar erfrischend. Was glaubst du? Was ist die Bibel? Wie geht Gottesdienst? Wie hilft ein Gespräch? Zum Umgang mit Leiderfahrung. Wer unterstützt mich? ... Alles Themen, die auch christliche Friedensarbeit angehen. Habt Mut! Ist die Botschaft.

Arnold Angenendt: Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert, Münster 2007. (Auch als E-book erhältlich) Sind Christen glaubwürdig? Das ist die grundsätzliche Frage, die Jugendliche zuerst stellen. Was antworten wir auf die Frage nach den Kreuzzügen, der Verantwortung von Christen für Verbrechen an der Menschlichkeit. Der renommierte Kirchenhistoriker A. Angenendt geht fundiert allen kritischen Anfragen nach und kommt oft zu überraschenden Antworten. Ein Buch, das dabei hilft, die eigene Position zu festigen.

Micha Brumlik: Bildung und Glück. Versuch einer Theorie der Tugenden, Berlin/Wien 2002.
Friedensbildung ist ohne die Reflexion von Tugenden kaum möglich. M. Brumlik geht der Frage nach, in welcher Weise der klassische Tugendkatalog mit seinen sieben Handlungsdispositionen Gerechtigkeit, Klugheit, Mut, Mäßigung sowie Glaube, Liebe Hoffnung heute noch Gültigkeit hat.

Hans Joas: Die Sakralität der Person. Eine neue Genealogie der Menschenrechte, Berlin 2011. (Auch als E-book erhältlich) "Unzweifelhaft stellt der Siegeszug der Menschenrechte eine der großen Erfolgsgeschichten im Bereich der Werte und Normen dar" (S. 23), aber - so Joas: "die wirkliche Überzeugungskraft ... kann nur aus der Durchführung selbst erwachsen." (S.22) Dass dies möglich bleibt, ist unter anderem Aufgabe der Friedensbildung. 

Tipp: Wer seine Bücher gerne vom Sofa aus bestellt und trotzdem dem Buchhändler und der Buchhändlerin seines Vertrauens den Rücken stärken will, sei folgende App empfohlen:  LChoice.  Sie bietet mehr Möglichkeiten als die bekannten Portale und greift auf einen größeren Bücherbestand zurück. Viel Spaß damit.