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Solidarität mit Asylsuchenden und Flüchtlingen
pax christi tritt auch für Frieden und Gerechtigkeit ein, indem sich die Bewegung an die Seite der Opfer von Menschenrechtsverletzungen, Gewalt und Vertreibung stellt. So setzen sich Mitglieder der Bewegung für Asylsuchende, Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten und deren Rechte im In- und Ausland ein. Dies geschieht durch die konkrete Arbeit vor Ort in Gruppen, aber auch durch politische Intervention auf verschiedenen Ebenen in Kirche und Gesellschaft.
Etliche pax christi - Mitglieder engagieren sich gegenwärtig in der Kampagne "save me", um die Aufnahme von Flüchtlingen insbesondere aus Kriegs- und Kriesengbieten zu unterstützen.
Aufnahme irakischer Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland (Resettlement-Programm 2009)
Die Aufnahme irakischer Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des sog. Resettlement-Programms wird von pax christi befürwortet. Bistumsstellen und Basisgruppen sind aufgerufen, dies zu unterstützen.
Dazu folgende Informationen und Vorschläge:
Deutschland wird 2009 bis zu 2500 irakische Flüchtlinge vor allem aus Syrien und Jordanien aufnehmen und nach einem Schlüssel auf die Bundesländer verteilen. Vor Ort (Landkreis, Stadt, Pfarrgemeinden) wird wahrscheinlich jeweils nur eine kleine Gruppe von Flüchtlingen ankommen. Da wir uns für ihre Aufnahme ausgesprochen haben, sollten wir auch mithelfen, daß sie sich schnell bei uns wohlfühlen und integrieren können. Wichtig ist zu erkunden, wo irakische Flüchtlinge aus diesem Kontingent hinverteilt werden. Dort muss dann eine Beratung und Betreuung beginnen:
Patenschaften
Die „Save-me“ - Kampagne (s.u.) empfiehlt Paten zu werben, die bereit sind, sich für ein Betreuungs- und Beratungsnetz von Flüchtlingen vor Ort einzusetzen. Falls Ihr Euch am Ort bei dieser Kampagne engagiert, wäre es sinnvoll, PatInnen zu werden bzw.zu gewinnen und eine Patengruppe aufzubauen.
Irakische MitbürgerInnen ansprechen
Wir empfehlen, Kontakte / Treffen mit bereits hier lebenden Irakern zu organisieren und sie in die Patengruppen zu integrieren.
Beratung
Wichtige Aspekte für die Beratung der Flüchtlinge sind im UNHCR-Merblatt mit den notwendigen Informationen über Auswahl- und Aufnahmeverfahren für die
Zusammenführung von Familien und Verwandten dargestellt (s.u. zum download).
Bereits in der BRD lebende irakische Flüchtlinge haben die Möglichkeit, zu beantragen, daß Verwandte hierher kommen. Dafür ist ein Formular vorgesehen (s.u. zum download), das die Berater mit einem Begleitschreiben über die Situation, in der die hier lebenden Flüchtlinge sich befinden (Ort, Anerkennung, Arbeit, Wohnung, Verhältnis zu den Verwandten, die zu ihnen kommen sollen...) an das jeweilige Innenministerium senden können.
Wichtiger Hinweis: Nur beim UNHCR in Jordanien oder Syrien registrierte Flüchtlinge können für BRD ausgewählt werden!
(Der einfache Hinweis auf Verwandtschaft reicht nicht aus und könnte zu grosse Hoffnungen wecken).