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Studientag 2009.jpg

Zwischen Gehorsam und Gewissen

17. Jun 2009

Einen Studientag hat die deutsche Sektion von pax christi heute der Frage gewidmet, ob heute, 70 Jahre danach, in der katholischen Kirche die Möglichkeit besteht, die eigene Rolle im Zweiten Weltkrieg kritisch zu hinterfragen.

Der Beitrag von Prof. Heinrich Missalla: "Die amtskirchliche Sicht des Verhaltens der deutschen Katholiken zum 2. Weltkrieg" rief vergessene oder verdrängte Bischofsworte aus der Kriegszeit in Erinnerung und stellte ich dar, wie die Kirchenleitung in den Jahrzehnten nach dem Krieg mit jenen Äußerungen umgegangen ist. Erna Putz schilderte in ihrem Vortrag: "Franz und Franziska Jägerstätter: Vom Wachsen und Werden einer einsamen Entscheidung" eindringlich die aussichtlose Situation des Kriegsdienstverweigerers. Der Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, Dr. Hummel erläuterte den Stand der historischen Forschung.Am 1. September 2009 jährt sich der Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs zum 70. mal.


Aus diesem Anlass fragt pax christi nach der Rolle der katholischen Kirche im II. Weltkrieg und nach der kritischen Auseinandersetzung mit dieser Rolle innerhalb der katholischen Kirche.
Besondere Bedeutung hat für pax christi dabei die Frage, wie weit der Widerstand gegen den Nationalsozialismus reichte und warum es kein entschiedenes Nein der Kirche gegen diesen Krieg gab. Die kirchliche Argumentation und deren politische Wirkung ist in diesem Zusammenhang nicht nur von historischer, sondern auch aktuell von hoher gesellschaftspolitischer Bedeutung.