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Warum Krieg?

19. Nov 2017 – 17:00 Uhr , Forum, Gymnasium Nottuln, Sankt- Amand-Montrond-Straße 1, 48301 Nottuln

Dieser grundsätzlichen und für die Menschheit existentiellen Frage geht am Sonntag, den 19.11.2017 um 17 Uhr im Rahmen eines Vortrags im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums Nottuln Eugen Drewermann nach.

Aus Anlass des Volkstrauertages wird der prominente Paderborner Theologe nach Nottuln kommen. Eingeladen haben ihn die Friedensinitiative Nottuln (FI), der Friedenskreis Havixbeck, der Diözesanverband pax christi Münster und Attac Kreis Coesfeld. Im Frühjahr führten diese Organisationen mit viel Erfolg und guter Resonanz eine Veranstaltungsreihe über Pazifismus durch. Diese Reihe wird nun mit dem Drewermann-Vortrag „gekrönt“.

Eugen Drewermann,  Priester, aber von den kirchlichen Ämtern suspendiert, Psychoanalytiker und Schriftsteller, spricht sich seit Jahrzehnten engagiert und eloquent wie kaum ein zweiter Referent für eine pazifistisch orientierte Politik aus. Geschätzt wird er für seine brillante Klarheit und Tiefsinnigkeit in den frei gesprochenen Vorträgen. In diesen wendet er sich konsequent und argumentativ-scharfsinnig gegen jede Form von Krieg und kritisiert auch die Haltung deutscher Politiker zu Militäreinsätzen im Ausland. Nach seiner Überzeugung können menschliche Werte nicht verteidigt werden, indem man unmenschlichste Mittel und Waffensysteme einsetzt, um im Krieg zu siegen.

In seinem Vortrag wird sich Drewermann mit den großen Autoren auseinandersetzen – Borchert, Remarque, Freud, Einstein – und zeigen, wie diese über Krieg und dessen Folgen dachten. Drewermanns These: „So lange der Krieg für die Regierenden eine Option ist, leben wir Menschen schizophren.  Angepasst an die Zivilisation und jederzeit bereit zu ihrer Zerstörung.“ Der Paderborner Theologe wird nicht nur analytisch die vergangenen Kriege aufarbeiten, er wird auch auf Fragen der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Weltlage eingehen: auf die Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan und Mali, auf die neuen Spannungen und Aufrüstungsbestrebungen zwischen Ost und West, auf die aktuellen Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen…  Die thematischen Unterpunkte werden nicht ausgehen. Und doch laufen sie alle auf die Kernaussage heraus: „Krieg ist Krankheit, keine Lösung. Krieg ist der größte Gegner von uns Menschen!“ 
Drewermann weiter: „Der Pazifismus ist nicht die Utopie von Blauäugigen und ewig Gestrigen, er war und ist die Antizipation der einzigen Form von Zukunft, die uns Menschen auf dieser Erde beschieden ist. Entweder wir lernen es, in Freiheit den Frieden wirklich zu wollen, oder wir werden uns die Notwendigkeiten des Stillhaltens, des Terrorfriedens, durch permanente Überwachung und durch das Diktat des jeweils Mächtigsten aufzwingen lassen müssen.“

Die Erinnerungen an eigene Kriegserfahrungen als Kind schmerzen ihn noch heute -  auch an die Bombennächte im Bunker. Drewermann: „Das Thema Krieg quält mich, seit ich denken kann.“  Und so verspüre er Erleichterung, wenn er darüber reden könne.  Dies wird er in Nottuln tun – über eine Stunde lang. FI, Friedenskreis, pax christi und Attac laden dazu alle Bürgerinnen und Bürger ein. Den musikalischen Rahmen gestaltet Sabine Terhaar aus Münster. Zur Gitarre wird sie Lieder singen
 

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Zeiten

  • 19. Nov 2017 – 17:00 Uhr

Adresse

  • Forum, Gymnasium Nottuln, Sankt- Amand-Montrond-Straße 1, 48301 Nottuln

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