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Weltfriedenstag- und Soldatengottesdienst?

18. Jan 2020

Gespräch zwischen Vertreter*innen des Militärdekanats, der Gemeinschaft kath. Soldaten (GKS) und pax christi Köln

„Wir wollen im Gespräch bleiben und die Feier des Weltfriedestages gemeinsam weiterentwickeln.“

Am späten Nachmittag des 16.01.2020, des diesjährigen Soldatengottesdienstes, trafen sich der Kölner Militärdekan Rainer Schnettker, der Berliner Militärdekan Stephan van Dongen, die Bundesgeschäftsführerin der GKS Regina Bomke, der Bundesvorsitzende der GKS Stabshauptmann Andreas Quirin, der GKS-Vorsitzende Bereich West Oberstleutnant Ulrich Schäffer und der Kölner pax christi Diözesanvorstand, Dr. Ursula Paulus, Reinhard Griep, Bernhard Pastoors und Reiner Besse in den Räumen des kath. Bildungswerkes in der Tunisstr.

Das Gespräch diente dem Kennenlernen der anwesenden Personen, der Militärseelsorge, der Verbände und insbesondere der Frage nach einer breiten Aufstellung des zentralen Weltfriedenstags-Gottesdienst in Köln, in dem sich alle Menschen guten Willens wiederfinden können. Im Verlauf des zweistündigen Gesprächs wurde deutlich, dass die gegenseitigen Positionen zu wenig bekannt sind und unzureichend gewürdigt werden. „Wir feiern den Soldatengottesdienst anlässlich des Weltfriedenstages seit 1977 in Köln und schauen damit auf eine lange Tradition zurück, die wir ungern aufgeben möchten,“ erläuterte Monsignore Schnettker. „Es tut uns leid, wenn wir den Weltfriedenstag sozusagen okkupiert haben, aber damals hat das keinen gestört. Wir sind aber auch offen für andere Entwicklungen und sind bereit, uns damit auseinanderzusetzen.“ Im Gespräch gab es eine vorsichtige Annäherung an die Frage, ob der Weltfriedenstag exclusiv mit dem Soldatengottesdienst gefeiert werden muss. Der internationale Soldaten-gottesdienst wird in seiner Bedeutung für die Soldaten und in seiner langen Tradition anerkannt, allerdings könnte er auch zu einem anderen Zeitpunkt gefeiert werden. Man war sich einig, dass eine grundlegende Veränderung nicht so schnell zu realisieren ist, da eine bloße Erweiterung des Soldatengottesdienstes nicht die Lösung sein kann. Man will daher einen Prozess einleiten und das Thema bei der Militärseelsorge und im Verband der GKS ansprechen und mit pax christi im Gespräch bleiben. Ein weiterführendes Gespräch zw. Militärdekanat, GKS und pax christi soll regional noch vor dem Sommer geführt werden.

Unabhängig davon regte Dr. Ursula Paulus einen Austausch zu Atomwaffen und dem Szenario „Sicherheit neu denken“ an. Auch eine Mitarbeit der GKS am Kölner Runden Tisch Frieden ist angedacht.

Am Ende zeigten sich alle Teilnehmer*innen des Gesprächs sehr zufrieden.