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Veranstaltung Hückelhoven 27.Jan.jpgHeinz Peter Vetten

Holocaust-Gedenken in Hückelhoven

28. Feb 2020

Die ungewöhnlich große Besucherzahl bei der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus am 27.1. in Hückelhoven zeigte die Aktualität des Erinnerns und Mahnens gegen Fremdenfeindlichkeit, Menschenverachtung, Ausgrenzung und Rechtsextremismus.

Unter Federführung der pax christi-Gruppe Hückelhoven gestalteten Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule In der Schlee und des Arbeitskreises „Schule gegen Rassismus“ am Gymnasium Hückelhoven den inhaltlichen Teil. Der thematische Schwerpunkt in diesem Jahr: Die Verfolgung homosexueller Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Schülerinnen und Schüler skizzierten das NS-Menschenbild, das zur Begründung der Verfolgung von Schwulen und Lesben dienen sollte und veranschaulichten es dann anhand zweier Biographien.

Bei der Aktualisierung schilderte eine 14-jährige Schülerin sehr mutig und eindrucksvoll, wie sie zunächst nicht wahrhaben wollte, lesbisch zu sein, sich selbst verabscheute und schließlich dazu steht, lesbisch zu sein, aber auch die Ausgrenzung durch Andere erleben muss. Dagmar Kohnen, gelernter E-Hauer im Bergbau, äußerte sich zum Thema „Transgender“ und mahnte: Nie wieder darf es dazu kommen, dass Menschen diskriminiert, verschleppt, misshandelt oder getötet werden.“

Zum Abschluss seines Vortrages zitierte Hans-Jürgen Knubben, Sprecher der pax christi-Gruppe einen KZ-Überlebenden: „Wir brauchen ein elftes Gebot: Seid nicht gleichgültig.“