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Auf dem Weg zum Frieden

22. Sep 2022

Ausstellung „Frauen geben Frieden ein Gesicht“ in Aachen eröffnet

Mehr als 100 Gäste waren am 21. September dabei, als die Ausstellung „Frauen geben Frieden ein Gesicht – Über Frieden und Versöhnung in Bosnien und Herzegowina“ mit einer an bewegenden Begegnungen und Gesprächen reichen Vernissage in der Citykirche Aachen eröffnet wurde. Sie wird noch bis zum 9. Oktober zu sehen sein und soll danach als Wanderausstellung durch Deutschland gehen. pax christi Aachen hat die Ausstellung für das Publikum in Deutschland aufbereitet und in Zusammenarbeit mit dem forumZFD, Köln/Sarajevo haben die Ausstellung erstmals nach Deutschland gebracht. Ursprünglich war sie in Bosnien und Herzegowina für das Land selbst erstellt worden und ist dort seit 2018 mehrfach gezeigt worden. 

Gäste aus Bosnien und Politik

Zur Eröffnung waren fünf Friedensaktivistinnen aus Bosnien gekommen, die an der Entstehung der Ausstellung maßgeblich beteiligt waren, ebenso wie die bosnische Botschafterin Jadranka Winbow, NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul und Hilde Scheidt, Bürgermeisterin der Stadt Aachen. Sie würdigten die Frauen und ihre Arbeit in ihren Grußworten genauso wie der Hohe Repräsentant Christian Schmidt und Nathanel Liminski, NRW-Minister für Europaangelegenheiten, die sich mit einem schriftlichen Grußwort an die Gäste wandten. 

Vorbildhafte und mutige Frauen

Sie alle betonten den Mut und die Entschlossenheit der Frauen, sich mit ihren Lebensgeschichten einem großen Publikum zu präsentieren. Alle diese Frauen seien Vorbilder – sie erinnerten daran, dass Frieden ein langsamer und mühsamer Weg ist, wie auch Stefan Voges vom Vorstand pax christi Aachen in der Begrüßung sagte. Und was es darüber hinaus bedeutet, in einem vom Krieg zerrütteten Land „dem Frieden ein Gesicht zu geben“. 

Für den Frieden das Gemeinsame betonen

In der Ausstellung werden 20 Frauen mit ihren Friedensaktivitäten vorgestellt und porträtiert, die überall in Bosnien und Herzegowina bis heute unermüdlich für Frieden und Versöhnung unter den bis heute tief zerstrittenen Volksgruppen arbeiten und sich dafür einsetzen, dass die Gräuel des Krieges, die mit ihrer sexualisierten Gewalt besonders die Frauen betreffen, niemals vergessen werden. Denn nur so – das ist die Überzeugung aller – kann Frieden verwirklicht werden und ein Leben nach den schrecklichen Ereignissen wieder gelingen. Nicht das Trennende soll betont werden, sondern das Gemeinsame von Menschen, die in einem Staat zusammenleben. 

Aktivistinnen erzählen von ihrem Leben

In zwei Talkrunden, moderiert von Fernsehjournalist Ralf Raspe, erzählten Seida Karabašić, Smilja Mitrović und Radmila Žigić von ihrer Arbeit, und Kristen Schubert vom forumZFD wurde als Länderexpertin zur aktuellen Friedensarbeit in der Region des Westbalkans befragt ebenso wie Gerold König, Vorsitzender von pax christi Deutschland, der nach Ende des Krieges 1995 als damaliger Vorsitzender von pax christi Aachen die ersten Initiativen für die Friedensdienstarbeit von jungen Freiwilligen in der Region mitinitiierte.

Fotos: Loni Liebermann 

Einen ausführlichen Veranstaltungsbericht können Sie hier lesen.  

Rahmenprogramm

Ort: jeweils Citykirche, Aachen, Großkölnstraße

Samstag, 24.9.22
jeweils 12, 13 und 14 Uhr Führung

Mittwoch, 28.9.22
18 bis 20 Uhr, Führung und Gespräch

Mittwoch, 5.10.22
18 bis 20 Uhr, Führung und Gespräch

Sonntag, 9.10., 15 bis 17 Uhr
Werkstattgespräch zum Abschluss der Ausstellung: „Den Frieden vorbereiten – von Frauen aus Bosnien und Herzegowina lernen“

mit Oliver Knabe, Vorstand forumZFD; Duška Borovac-Knabe, Beraterin und Trainerin für interkulturelle Kompetenz und Landesanalysen Südosteuropas

Moderation: Gerold König, Vorsitzender pax christi Deutschland 

Eine Anmeldung ist für jede Veranstaltung erbeten per Mail an: friedensarbeit@pax-christi-aachen.de 

oder per Telefon: 0241.402876