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Trauergruß

Gerichtet an die an Partnerorganisationen in Israel/Palästina anlässlich der Ermordung der drei entführten jüdischen Schüler und des palästinensischen Jugendlichen.

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde in unseren Partnerorganisationen B´Teselem, Gush Shalom, ICAHD und Rabbis for Human Rights,

nach der Ermordung der drei entführten jüdischen Schüler und des palästinensischen Jugendlichen trauern wir gemeinsam mit Euch über diese Toten so wie wir auch betrübt sind über die zehn getöteten (darunter 2 Kinder) und zahlreichen verwundeten Palästinenserinnen und Palästinenser  - als Ergebnis der israelischen Maßnahmen bei der Suche nach den entführten jüdischen Jugendlichen, als Ergebnis des Widerstands gegen diese Maßnahmen wie auch als Ergebnis der täglichen Konfrontationen (einschließlich des unverantwortlichen Raketenbeschusses israelischer Orte von palästinensischer Seite aus dem Gaza-Streifen und der unverantwortlichen Bombardierungen des Gaza-Streifens von israelischer Seite).

Nach Bekanntwerden des Todes der drei entführten jüdischen Jugendlichen erklärte der deutsche Außenminister, Frank-Walter Steinmeier:  "Wir hoffen, dass trotz des unendlichen Schmerzes über den Verlust dieser drei jungen Menschen das Streben nach Frieden das Handeln in den kommenden Tagen bestimmt.“ 

"Zu Frieden gehört Gerechtigkeit: Die Mörder müssen schnell gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden – mitsamt ihrer Hintermänner. Israelis und Palästinenser sollten dabei zusammenarbeiten. Nicht noch mehr Unschuldige dürfen zu Schaden kommen. Wenn diese Tragödie in eine neue, nicht enden wollende Spirale der Gewalt führt, hätten die Täter ihr Ziel erreicht."

"Und gerade jetzt, im Moment größter Trauer und Wut, gilt es, besonnen zu bleiben. Dazu braucht es viel Mut und Kraft. Israel hat beides."

Der Generalsekretär des Weltrates der Kirchen, Olav FykseTveit, äußerte sich ähnlich, dass Vergeltung oder Rache nicht gerecht ist und nicht zu Frieden führen wird. Alle Akte von Gewalt und Terror müssten untersucht und nach dem Gesetz strafrechtlich verfolgt werden. Denn Gerechtigkeit müsse vorherrschen.

Diesen Aussagen schließen wir uns vorbehaltlos an.

Wir möchten Euch deshalb dafür danken, dass ihr in der Stunde der Trauer Eure Stimmen gegen jede Art von Rache und Gewalt erhoben habt und Euch darin bestärken. 

Das israelische und das palästinensische Volk haben beide ein Recht auf Selbstbestimmung, Souveränität und Heimat auf dem Gebiet von Israel/Palästina und auf einen Staat, in dem sie sicher leben und sich entwickeln können. Nur gemeinsam haben beide Völker eine Zukunft - auf der Basis von Völkerrecht und Menschenrechten. Dafür werden wir weiterhin gemeinsam mit Euch eintreten.

Mit besten Grüßen

Dr. Manfred Budzinski

Sprecher der Nahost-Kommission der internationalen katholischen Friedensbewegung Deutsche Sektion