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Stopp von Kindern als Kämpfer*innen

20. Apr 2021

Unter 18 nie! - Keine Minderjährigen in der Bundeswehr

Der Beschluss trägt den Titel:

Die Rekrutierung von Kindern als Kämpfer*innen stoppen.
Das Wohl von Kindern und Jugendlichen und deren umfassender Schutzanspruch müssen im Vordergrund stehen, nicht die Rekrutierungsinteressen von Armeen.

Diesen Beschluss stellen wir euch anhängend für eure Friedensarbeit zur Verfügung und laden euch auch sogleich dazu ein, in diesem Sinne aktiv zu werden.

Die beiden wichtigsten Ziele der Kampagne `Unter 18 nie! – Keine Minderjährigen in der Bundeswehr’, die pax christi mitgestaltet, lauten:

  • Verbot des Bundeswehrdienstes von Jugendlichen unter 18 Jahren,
  • Verbot der gezielt an Minderjährige gerichteten Bundeswehrwerbung.

Wie drängend die Problematik Minderjähriger in der Bundeswehr ist, belegen die aktuellen Zahlen. 2020 wurden insgesamt 1.148 Minderjährige von der Bundeswehr neu eingestellt – 773 davon als Freiwilligen Wehrdienst-Leistende und 375 als Soldaten auf Zeit. Damit ist die Zahl zwar im Vergleich zum Vorjahr gesunken, bleibt aber weiter auf einem hohen Niveau. Laut Bundesregierung waren 231 der minderjährigen eingestellten Rekrut*innen im vergangenen Jahr Mädchen. Seit Aussetzung der Wehrpflicht hat die Bundeswehr über 14.000 Minderjährige an der Waffe ausgebildet. (Vgl. pax christi-Meldung vom 18.1.2021:
Minderjährige in der Bundeswehr - Hohe Rekrutierungszahlen bei unter 18-Jährigen) 

Auch die hohen Bewerber*innenzahlen Minderjähriger für den sogenannten „Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz“ bereiten Sorgen. Letztes Jahr hat die Bundeswehr 1.705 unter 18-Jährige eingestellt. 747 von ihnen waren auch nach Ablauf der sechsmonatigen Probezeit noch minderjährig. Das entspricht über 43 Prozent. (Vgl. pax christi-Meldung vom 21.9.2020 ) 

Gerade jetzt im Bundestagswahlkampf wollen wir dieses Thema verstärkt in den Blick nehmen. Auch wenn erst im September Bundestagswahl ist, beschäftigen sich die Kandidierenden und ihre Parteien bereits jetzt mit ihren Wahlprogrammen. 

Wendet euch an die Parteien wegen ihrer Wahlprogramme

Wir alle können sowohl als einzelne Mitglieder wie auch als Basisgruppe vor Ort aktiv werden und versuchen, Einfluss zu nehmen. Es bieten sich (auch virtuell stattfindende) Sprechstunden für Bürger*innen bei in den Parteien Engagierten an, auch Briefe bzw. Mails können vom häuslichen Schreibtisch aus an Ortsgruppen, Kreisverbände, Unterbezirke etc. der demokratischen Parteien geschickt werden. 

Zur Vorbereitung möglicher Aktivitäten steht umfangreiches Material zur Verfügung, das auf der Kampagnen-Homepage verlinkt ist.

Den anhängenden Musterbrief nehmt bitte als Grundlage, passt diesen den jeweiligen Gegebenheiten an und gestaltet die Ansprache jeweils entsprechend der Partei und der Personen, die ihr anschreibt. 

Wir freuen uns, wenn ihr uns von euren Aktivitäten berichtet und Reaktionen darauf mit uns teilt. Bitte sendet diese direkt an Armin Lauven, der pax christi im Trägerkreis der Kampagne „Unter18nie“ vertritt. Seine Emailadresse lautet: arminlauven@gmx.de