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Volkswagen und das VW-Werk Osnabrück müssen zivil bleiben!

31. Aug 2026

Rendite mithilfe von Rüstung und Rüstungsexporten ist kein zukunftsfähiges Konzept

Bei VW spitzt sich die Lage zu. Mit dem drohenden Abbau von Überkapazitäten überlegt der Konzern eine Rückkehr in das Rüstungsgeschäft, um „Werksschließungen“ zu vermeiden – Konzernchef Blume nennt dies „intelligente Methoden“. Um der Rendite willen sollen nun statt zivilen Nutzfahrzeuge Komponenten für Rüstungsgüter und Kampfsysteme vom Band laufen. Dass dabei ein Geschäftspartner in Erwägung gezogen wird, der tief in den Sumpf des internationalen Waffenhandels involviert ist, lässt leider nur den Schluss zu: Hier geht es nicht um dem Erhalt von Arbeitsplätzen, sondern um den Erhalt von Rendite um jeden Preis, sei es durch tod-bringende Produkte. 

Der zukünftige Partner Rafael Advanced Defense Systems, der in Deutschland bereits mit der Dynamit Nobel Defence in Würgendorf Panzerabwehrwaffen baut und exportiert, ist einer der Hauptlieferanten des israelischen Militärs – nicht nur für Verteidigungsanlagen. Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! hat wiederholt Kritik an den Rüstungsexporten in den Nahen Osten und nach Israel geübt. Wir haben auf die Gefahr hingewiesen, dass Waffen und Rüstungsgüter dort nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zur Unterdrückung und zu Menschenrechtsverletzungen im Gaza-Streifen und der West-Bank eingesetzt werden. „Es sollte deutlich gemacht werden, dass auch Kooperationen mit maßgeblichen Akteuren der israelischen Rüstungsindustrie eine aktive Unterstützung der gewaltsamen Konfliktaustragung im Nahen Osten sind – hier liegt bei allen Partnern eine hohe moralische Verantwortung“, betont Jürgen Grässlin, Sprecher von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! und Bundessprecher der DFG-VK.

Der VW-Konzern kann sich aber auch selbst vorstellen, wieder in größerem Umfang für den militärischen Markt zu entwickeln und zu bauen. Dem Vernehmen nach arbeitet man schon länger an der Entwicklung eines Military-Pick-Up und eines Transporters. Beides sind Fahrzeugtypen für die hochmobile moderne Kriegsführung. Andreas Seifert, Koordinator der Aktion Auf-schrei mahnt: „Die Friedensstadt Osnabrück, die für den Westfälischen Frieden von 1648 und damit für die friedliche Aushandlung von Konflikten steht, wird damit zum Ort der Rüstung und zu einem Ausgangspunkt von Rüstungsexporten. Geht es hier um Frieden oder um Rendite um jeden Preis?“ Vor Ort gibt es Widerstand gegen diese Pläne. Und es gibt zivile Alternativen dazu. „Der Weg in die Rüstung ist der falsche Weg und wird weder dem symbolischen Ort, noch der Verantwortung und Geschichte des VW-Konzern gerecht“, sagt Seifert.

Die Forderungen von Aktion Aufschrei lauten: Keine Rüstung und kein Rüstungsexport in Osnabrück! Friedliche und zukunftsfähige zivile Alternativen für das Werk finden!