Frieden im Kongo
18. Feb 2026 – 18:00 Uhr , Campus JGU, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18, Hörsaal P1, Mianz
Der Osten der Demokratischen Republik Kongo befindet sich in einer der schwersten sozialen, politischen und humanitären Krisen der Gegenwart. Diese ist durch eine komplexe Mischung aus politischen Spannungen, bewaffneten Konflikten und illegalem Rohstoffhandel geprägt. Über dreißig Jahre hinweg wurde dieser Konflikt auf dem Rücken der Frauen ausgetragen. Sieben Millionen Menschen leben als Binnengeflüchtete in dem Land unter unvorstellbar schweren Bedingungen. Obwohl im Jahr 2025 in Doha ein Friedensabkommen ausgehandelt wurde, hat sich aus der Sicht vieler Menschen in der DR Kongo wenig geändert. Wir fragen nach den Ursachen, welche Wege es zu einem gerechten Frieden geben kann und welche Rolle die Frauen in diesem Prozess spielen.
Die Veranstaltung wird übersetzt aus dem Französischen.
Gesamtmoderation: Dr. Gisela Schneider
Prof. Dr. Denis Mukwege ist Gynäkologe, Menschenrechtsaktivist und Gründer des Panzi-Hospitals in Bukavu. Er fordert eine unmittelbare Beendigung der kongolesischen Trägodie.
Dr. Christelle Beti, Vorsitzende des deutsch-kongolesischen Jugendinstituts mit Sitz in Köln und ebenfalls Gynäkologin, floh als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie setzt sich heute für die Rechte der Frauen und Mädchen in ihrem Heimatland ein.
Gesprächsmoderation: Thomas Schneider
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Kommission Solidarität mit Zentralafrika
Das ungeheure Leiden der Menschen in der Region der Großen Seen in Afrika geht uns alle an! Auf dem Weg hin zu friedlichen Formen der Konfliktbearbeitung spielt der Wandel von der Konfliktökonomie zu einer Friedensökonomie eine entscheidende Rolle.